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NÖ LANDTAGSWAHLEN:

---------- Weitergeleitete Nachricht ----------
Von: .....Datum: 1. März 2013 18:31
Betreff: Wahl 2013
An: lh.proell@noel.gv.at

Sehr geehrter Herr Dr. Pröll,

vielen Dank für Ihr Schreiben und Ihr Ersuchen um Unterstützung bezüglich der anstehenden Wahl am kommenden Sonntag.

Wir sind Ihrer Bitte nachgekommen und haben uns Gedanken zur Frage gemacht, wer in den vergangenen fünf Jahren für das Land da war - und wer nicht und insbesondere auch, wie es in den nächsten fünf Jahren weitergehen wird.

Und wir sind zu folgendem Schluss gekommen: Für uns Pächter in Langenzersdorf wollten oder konnten Sie bislang nichts tun. Umso mehr überrascht es nun, dass Sie um unsere Unterstützung bitten. Es stellt sich die Frage, wie viele Stimmen Sie letztlich vom Stift Klosterneuburg erhalten werden und wie viele von den tausenden Pächtern in Langenzersdorf.

Hochachtungsvoll

Familie (Name ist der Redaktion bekannt)

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Grundsatzprogramme der in Langenzersdorf vertretenen Parteien:

ÖVP:

Werte: Achtung der Menschenwürde, Freiheit, Verantwortung, Nachhaltigkeit, Gerechtigkeit, Leistung, Sicherheit, Partnerschaft, Subsidiarität, Mitwirkung, Toleranz       

SPÖ:

Werte: Freiheit, Gleichheit, Gerechtigkeit, Solidarität

FPÖ:

Werte: Freiheit, Sicherheit, Frieden und Wohlergehen

Die Grünen:

Werte: ökologisch, solidarisch, selbstbestimmt, basisdemokratisch, gewaltfrei, feministisch

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An die Parteibobleute der im Gemeinderat vertretenen politischen Parteien

Sehr geehrte Damen und Herren,

erstmalig konnten die Mitglieder des Pächtervereins Langenzersdorf im Rahmen der vier vergangenen Pächter-Info-Treffs zur Frage: „Wie geht das Stift mit seinen Pächterinnen und Pächtern um und wie stehen die politischen Parteien in Langenzersdorf dazu?“ Einblick in die politischen Konzepte der im Gemeinderat in  Langenzersdorf vertretenen Parteien nehmen. 

Wir sehen in dieser Form einen wichtigen Beitrag der Bürgerinnen und Bürger an der politischen Willensbildung in der Gemeinde, bedauern aber, feststellen zu müssen, dass es trotz Ankündigung des Inhaltes der Diskussionsveranstaltung, nur wenig neue inhaltliche Konzepte über die weiteren Strategien gegenüber dem Stift, wie auch zur weiteren Unterstützung der Pächterinnen und Pächter und des Vereins, präsentiert wurden.

Es sei in diesem Zusammenhang an die letzte Gemeinderatswahl erinnert, als die Parteiobleute in einem Informationsschreiben an alle Langenzersdorferinnen und Langenzersdorfer  gravierende Missstände in der Stiftsgebarung aufzeigten und in weiterer Folge deren Lösung in diesem Rundschreiben ankündigten. 

Leider ist es bis heute bei den Ankündigungen geblieben.

Zwar sind Aktivitäten des Vereins finanziell unterstützt worden, dennoch stellt sich die Frage, ob dieses Thema - es geht immerhin um zumindest rd. 1.000 Familien in Langenzersdorf - nicht über den Aktionsradius des Vereins hinaus auch in die politische Agenda der Gemeinde Eingang finden muss. 

Wir denken, dass es genug Themen gibt, die es wert wären,  in die Tagespolitik unserer Gemeinde einzufließen. Deshalb unser Ideenkatalog, mit welchem wir uns an Sie wenden:
  • Beiziehung und sachliche Anhörung von Vertretern des Pächtervereines bei Bestandsfragen
  • Beratende Unterstützung der Pächter ähnlich einer Mietervereinigung, wie zum Beispiel bei der Drohung „den Bestandgegenstand titellos zu nutzen“ welche immer noch eingesetzt wird, um einseitige Rechtsvorstellungen des Stiftes umzusetzen.
    Absprache und Koordination bei den wenigen Terminen mit dem Stift.
  • Installierung eines eigenen Ausschusses, der sich mit diesen Themen auseinandersetzt, analog Seeschlacht.
  • Weitere Unterstützung bei der gerichtlichen Aufarbeitung der Rechtsthemen (Kaufzusagen).
    Gemeinsame Aufarbeitung von Daten & Fakten, zum Beispiel
              - Wieviele Bestandverträge werden jährlich neu abgeschlossen? 
- Inwieweit werden durch die Anhebung des Bestandentgeltes Familien in ihrer wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit überfordert?
- Welche Auswirkung hat die Verteuerung der Bestandzinse auf die Siedlungspolitik in Langenzersdorf?
Wir denken, dass diese Fragestellungen es wert sind, in der politischen Diskussion und somit für Langenzersdorf, reflektiert zu werden. 

Wir wissen, dass das Stift in Niederösterreich ein überaus mächtiger Wirtschaftsfaktor ist und denken, dass es genau aus diesem Grunde notwendig ist, alle verfügbaren Kräfte in Langenzersdorf zu bündeln, um dieser Macht entgegenzuwirken. Wir schlagen Ihnen daher vor, nach der Wahl verstärkt die aktive Zusammenarbeit zu suchen und einen gemeinsamen Aktionsplan zu erarbeiten, was und in welchem Zeitraum weiter getan werden kann. 

Für ein gemeinsames Langenzersdorf!

Mit besten Grüßen

Gerd Teply                  Ing Mag. Heinz Redl

Langenzersdorf, im Februar 2010

Zur Erinnerung das Schreiben aller Fraktionen vor den Wahlen 2005